Das Bochumer Rathaus von außen.

Seit über einem Jahr steht eine Amazon Alexa in dem Rathaus von Bochum. Aufmerksam bin ich darauf über einen derWesten1 Artikel geworden. Wie sich natürlich rausstellt, sind nicht alle Menschen darüber so begeistert wie es eingehend erwartet worden ist. Und das kann ich sehr gut verstehen.

Grundsätzlich finde ich die Idee von einem Smart Speaker in einem Rathaus ganz cool. Es ist öffentlich, jeder kann ihn nutzen und wieder ein kleiner schritt zur Digitalisierung. Aber... warum Amazon? Warum ein Echo? Klar, es ist komfortable. Aber warum Werbung für ein Unternehmen machen und gar noch eins dessen Ethik recht fragwürdig ist. Dazu kommt noch natürlich die Frage nach dem Datenschutz und was der kleine Dot so alles tolles mithört. Ich würde zumindest nicht wollen, dass meine Gespräche, die ich im Flur eines Rathauses führe von einem Weltkonzern mitgehört werden. Diese können nämlich durchaus sensitive Informationen enthalten.

Dabei gibt es doch Alternativen wie Mycroft AI 2, welche Open Source sind und von haus aus schon Datenschutzfreundlicher sind. Die Bochum Marketing GmbH Argumentiert:

Für die Stadtwerber ist die Zielsetzung klar: „Wer einmal entdeckt hat, dass Alexa Antworten zu Bochum liefert, und den Mehrwert erkennt, der wird sich auch daheim daran erinnern und diesen Kanal nutzen“, so Marketing-Chef Schiefelbein.

Aber was Argumentiert dagegen zweispurig zu Fahren und sowohl die Alexa neben dem Mycroft laufen zu lassen? Ein Backend für den Alexa Skill wird wohl geben.

Um zu schauen ob zum Beispiel zweispurig möglich wäre, habe ich eine FragDenStaat3 gestellt um zu Erfahren, was die Kosten der Aufstellung waren und was die Folgekosten sind, die Echo-Dots zu warten.4

Jetzt heißt es auf die Antwort der Stadt Bochum warten und während dessen im Rathaus zu schweigen.

Rathaus Bild CC BY-SA Frank Vincentz